FÜHRUNGSWECHSEL NACH 15 JAHREN

Die Konstanz im Organisationskomitee war grossartig. Es gibt einen harten Kern, welcher Jahr für Jahr diesen Volksanlass wieder anpackt. 15 Jahre stand Peter Deul an der Spitze des Organisationskomitees, welches einst quasi eine Abteilung des Schwimmverein Zürileu war.

  • 2015 löste Andreas Rutz als OK-Präsident den bisherigen Peter Deul ab und durfte mit seinem Team gleich über die neue Teilnehmerzahl von 4'500 Personen jubeln. Wir mussten allerdings die Geschäftsbedingungen verschärfen. Luftmatratzen und ähnliche Schwimmutensilien sind nicht mehr zugelassen.

    Leider bedeutet das auch, dass Bruno Gubsers Aussage «Jede rächt Zürcher haut‘s emal sini Limmat durab» aufgrund der hohen Nachfrage nicht mehr vollumfänglich Gültigkeit haben wird.
  • 2016 egalisierten wir beim zweiten Anlauf am 27. August den Rekord aus dem Jahr 2015. Was uns verblüffte: Beim Vorverkaufsstart um 17 Uhr waren die Tickets innerhalb von acht Minuten weg. Wir dürfen also mit Weltstars verglichen werden, bei deren Konzerten es ähnlich geht. Hart ist es für die vielen Pechvögel, denen der Ticketkauf nicht gelang. Aber wir haben nun mal aus Sicherheitsgründen eine Teilnehmerbegrenzung.
  • 2017 war der Anlass wiederum ausverkauft. Allerdings nicht innert Minuten, was an einem menschlichen Fehler unseres Ticketproviders lag. Die Website musste kurzzeitig vom Netz, weil die Server neu gestartet werden mussten. Danach ging es nur wenige Minuten und das Limmatschwimmen war wieder ausverkauft. Keine Frage: Der Fehler hätte nicht passieren dürfen und unser Partner weiss das sehr genau. Es hat allerdings an der Tatsache nichts geändert, dass die Nachfrage das Angebot in jedem Fall überschritten hat.
  • Einige Gedanken zu aktuellen Themen:

    Limmatschwimmen nur für Zürcher?

    Wo die Nachfrage das Angebot übersteigt, gibt es Ratschäge: Gutgemeint ist aber nicht mit "gut" gleichzusetzen. Die Forderung, Ausländer oder ausserkantonale Personen von einer Teilnahme auszuschliessen, widerspricht dem Image von Zürich als weltoffene Stadt. Wichtig zu wissen: Mehr als 60 % aller Teilnehmer wohnen weiterhin in der Stadt Zürich.

    Bekämpfung des Schwarzmarktes

    Das Limmatschwimmen kennt eine Limitierung von vier Tickets pro Bestellung. Differenzierungen nach Alter oder Gruppen haben wir aufgegeben. Dauerthema zur Bekämpfung des Schwarzmarktes sind personifizierte Tickets. Diese sind bei uns latent Thema. Wir dürfen uns aber vor den Nachteilen nicht verschliessen. Wird jemand krank, kann das Ticket ohne Einverständnis mit dem Veranstalter oder nicht übertragen werden. Und hier kommen wir an Grenzen: Diese Aufgabe müssten wir dem Ticketprovider überlassen, denn unsere Prioritäten vor dem Anlass liegen anderswo. Allerdings haben wir 2017 erstmals eine Massnahme eingesetzt, welche zur Rückweisung von gut 70 Käufern führte. Aus verständlichen Gründen kommunizieren wir diese Massnahme nicht öffentlich. Sicher ist, dass wir uns auch fürs 54. Zürcher Limmatschwimmen unsere Gedanken machen. Eine Binsenwahrheit bleibt: Schwarzmarkt entsteht nur, weil Menschen bereit sind, Abzockerpreise für ein Ticket zu bezahlen.

  • Ausblick in die Zukunft

    Momentan bleibt die maximale Teilnehmerzahl von 4'500 Personen fix. Mehr erträgt es nicht in der Limmat. In dieser Beziehung beneiden wir die Zürcher Seeüberquerung, welche komplett richtungsgetrennte Bahnen für Boote und Schwimmer hat. In der Limmat müssen die Boote mehrmals queren. Der Bootsbetrieb bleibt aus Sicherheitsgründen (Rettungen) auch in Zukunft bestehen. Eine längere Dauer des Anlasses zwingt uns zu mehr Helfern, was den Anlass verteuert. Unser Ziel ist jedoch, auch weiterhin tragbare Preise für jedermann anbieten zu können.